Die Tage werden kürzer, die Mützen dicker und während sich draußen langsam Frost auf die Fenster legt, passiert im LinkedIn-Feed etwas ganz Ähnliches:
Die Sichtbarkeit sinkt. Und zwar spürbar.
Was im Sommer noch nach „Mehr posten bringt mehr Reichweite“ klang, wirkt zum Jahreswechsel eher wie ein lauwarmer Glühwein: schnell verdampft, kaum Wirkung. Viele fragen sich deshalb: Was funktioniert eigentlich noch jetzt, wo der LinkedIn-Winter da ist?
Denn was wir beobachten, ist keine saisonale Flaute. Es ist eine strukturelle Veränderung.
Kalter Wind im Algorithmus – Warum sinkt die Reichweite gerade überall?
In den letzten Wochen ist die durchschnittliche organische Reichweite erneut eingebrochen.
Die Gründe dafür sind klar und sie lassen sich auf vier Kernfaktoren zurückführen:

Sichtbar bleiben im Schneegestöber, aber wen trifft es am härtesten?
Was viele überrascht: Nicht alle Creator:innen sind gleich betroffen.
Accounts mit unter 5.000 Followern erleben oft den stärksten Einbruch.
Zwischen 15.000 und 25.000 ist ein stabiler „Sweet Spot“ entstanden.
Und große Accounts? Werden gedeckelt, damit nicht zu viel Reichweite bei wenigen Personen landet.
Die Folge: Reichweite hängt nicht mehr an deiner Followerzahl, sondern an deiner Konsistenz.
Wer regelmäßig postet, bleibt relevant. Wer täglich sendet, wirkt schnell wie Spam. Und wer nur gelegentlich auftaucht, verschwindet fast komplett aus dem Feed.
Wärmende Strategie bei Minusgraden: Was funktioniert noch?
Was viele übersehen: Der Algorithmus belohnt längst nicht mehr Quantität.
Er belohnt Nähe. Wiedererkennung. Relevanz.
Und zwar auf mehreren Ebenen:
Du wirst nicht mehr zuerst deinen Followern ausgespielt sondern jenen, die in deinem thematischen Cluster aktiv sind.
Das bedeutet: Wer thematisch präzise, stilistisch konsistent und engagementstark postet, wird vom Interest Graph bevorzugt.
Suggested Posts – früher Glückssache – sind heute planbar. Vorausgesetzt, du lieferst Inhalte, die gespeichert, kommentiert und geteilt werden.
Fazit: Kein Winterschlaf aber klarer Kurs
Der Winter auf LinkedIn ist kein Grund für Rückzug, sondern ein Weckruf.
Denn wer jetzt klug plant, statt hektisch zu senden, hat die besten Karten für 2026.
Was du dafür brauchst?
👉 Zwei klare Themen, die du durchziehst.
👉 1–2 Formate, die dein Stilmerkmal werden.
👉 Und eine Posting-Routine, die nicht auf Masse, sondern auf Wirkung setzt.
Denn egal ob draußen Schnee fällt oder nicht:
Wer jetzt in Klarheit investiert, wird im Frühjahr relevanter wachsen als je zuvor.
Also: Mütze auf, Fokus an und mit frischem Content durch den Frost.
Der Algorithmus belohnt nicht die Lautesten. Sondern die Klarsten.
